Allgemeine Geschäftsbedingungen HBL

Die HBL (Hypothekarbank Lenzburg AG) ist unser Partner für die Herausgabe der Virtual Cards. Das Einverständnis mit deren Geschäftsbedingungen wird in einem Google-Formular bei der Angabe der persönlichen Daten erfragt, bevor die Virtual Card beantragt wird. Wenn Du Dein Einverständnis gegeben hast, kannst du Deine Zustimmung nur durch Kontaktaufnahme mit dem Trafi Customer Support widerrufen.

Die vorliegenden Bedingungen gelten für die von der Hypothekarbank Lenzburg AG (nachfolgend «Bank») herausgegebenen physischen und/oder virtuellen Trafi Geschäfts-Zahlkarten (nachfolgend «Zahlkarte»). 

1. Vertragsverhältnis und Definitionen

1.1 Gestützt auf einen von der Bank angenommenen Antrag für Trafi Zahlkarten («Basisantrag») kann Trafi AG, Zürich (nachfolgend «Kunde») gemeinsam mit einem oder mehreren seiner Trafi Mobility App Nutzern (nachfolgend «Karteninhaber») bei der Bank eine Zahlkarte beantragen («Kartenantrag»). 

1.2 Die Bank stellt dem Karteninhaber eine physische und/oder virtuelle Zahlkarte mit entsprechenden Kartendaten und Authentifikationsverfahren zur Verfügung und ermöglicht ihm damit insbesondere den bargeldlosen Bezug von Waren und Dienstleistungen.

1.3 Die Zahlkarte lautet auf den Namen des Karteninhabers. Die Kartendaten beziehen sich immer auf ein bestimmtes Bank- oder PrePaid-Konto bei der Bank (nachfolgend «Konto»), welches auf den Namen des Kunden lautet.

1.4 Der Karteninhaber muss ein Trafi App Nutzer mit zugewiesenem Mobilitätsbudget sein. Der Karteninhaber verpflichtet sich, die Zahlkarte nur im Rahmen der vom Kunden erlassenen Ermächtigung einzusetzen. Der Bank können jedoch interne Weisungen des Kunden nicht entgegengehalten werden. Der Karteninhaber ermächtigt den Kunden, alle die Zahlkarte betreffenden Erklärungen mit Wirkung auch für ihn abzugeben und anzunehmen.

1.5 Der Kunde verpflichtet sich gegenüber der Bank zur Begleichung sämtlicher mit der Zahlkarte autorisierten Transaktionen.

1.6 Als Kartendaten gelten Kartennummer, Verfalldatum, dreistelliger Sicherheitscode (CVC2/CVV2), errechnete Sicherheitselemente sowie mit der Kartennummer verknüpfte alternative Kartendaten (so genannte «Tokens»). Als Authentifikationsverfahren gelten insbesondere eine persönliche Identifikationsnummer (PIN), Passwörter, Codes, biometrische Verfahren und Sicherheitsprotokolle. 

1.7 Mit erstmaligem Einsatz der Zahlkarte bestätigen sowohl der Kunde als auch der Karteninhaber, die vorliegenden Bedingungen für die Benützung der Zahlkarte gelesen, verstanden und anerkannt zu haben.

2. Einsatzarten (Funktionen)

Die Zahlungskarte kann nur für die angegebenen Dienstleistungen im Rahmen des Trafi-Programms verwendet werden.

3.1 Der Kunde bzw. der Karteninhaber verpflichtet sich zur Einhaltung der folgenden Sorgfaltspflichten:

3.2 Unterzeichnung: Bei Erhalt der physischen Zahlkarte ist diese vom Karteninhaber sofort an der hierfür vorgesehenen Stelle zu unterzeichnen.

3.3 Aufbewahrung: Die Zahlkarte ist besonders sorgfältig aufzubewahren.

3.4 Geheimhaltung Authentifikationsverfahren: Die Zahlkarten-PIN sowie andere für Authentifikationsverfahren relevante Elemente (z.B. Passwörter) sind geheim zu halten und dürfen vom Karteninhaber keinesfalls an andere Personen weitergegeben werden. Insbesondere dürfen die Zahlkarten-PIN sowie Elemente des Authentifikationsverfahrens weder auf der Zahlkarte vermerkt noch in anderer Weise, auch nicht in geänderter Form, aufbewahrt oder gespeichert werden.

3.5 Änderung der Zahlkarten-PIN: Die durch die Bank zugestellte Zahlkarten-PIN ist an dafür eingerichteten Geldautomaten in eine neue vierstellige Zahlkarten-PIN aus Zahlen zu ändern, welche die zuvor geltende Zahlkarten-PIN unmittelbar ersetzt. Der Kunde kann die Änderung alternativ über seine digitalen Verbindungen in der Trafi App vornehmen, wenn die Kartenverwaltung entsprechend aktiviert ist. Die Zahlkarten-PIN darf nicht aus leicht ermittelbaren Zahlenkombinationen (wie Telefonnummer, Geburtsdatum, Autokennzeichen) bestehen und muss sich von anderen PINs und Passwörtern des Karteninhabers unterscheiden.

3.6 Keine Weitergabe der Zahlkarte: Der Karteninhaber darf seine Zahlkarte bzw. Kartendaten nicht weiter- oder bekanntgeben, ausser zum Zweck der Legitimierung bzw. Authentifikation einer Zahlung bei einer gekennzeichneten Akzeptanzstelle.

3.7 Meldung bei Verlust oder Kompromittierung: Bei bestätigtem oder vermutetem Verlust oder Kompromittierung der Zahlkarte und/oder mit Authentifikationsverfahren in Zusammenhang stehenden Daten oder mobilen Geräten (z.B. Mobiltelefon) hat der Karteninhaber den Kunden oder die Bank unverzüglich telefonisch zu benachrichtigen.

3.8 Kontrollpflicht: Der Kunde bzw. der Karteninhaber ist verpflichtet, Transaktions- und Belastungsanzeigen (z.B. Kontoauszüge, Transaktionsmeldungen in einer App etc.) sowie Authentifikationsanfragen unverzüglich zu prüfen und Missbräuche oder Unregelmässigkeiten unverzüglich dem Kunden oder der Bank zu melden.3.8 Sicherheit verwendeter Geräte: Mobile Geräte (insb. Mobiltelefone) des Kunden bzw. des Karteninhabers können als Träger von Kartendaten sowie für Authentifikationsverfahren eingesetzt werden. Die Sicherheit und der Besitz der verwendeten mobilen Geräte sind daher von zentraler Bedeutung. Der Kunde bzw. der Karteninhaber ist verpflichtet, der Verwendung der mobilen Geräte durch Dritte vorzubeugen (z.B. durch Aktivierung einer Bildschirmsperre), die mobilen Geräte sorgfältig aufzubewahren, Applikationen und Betriebssysteme aktuell zu halten und Eingriffe in das Betriebssystem (z.B. «Jailbreaking» oder «Rooting») zu unterlassen. Wird ein mobiles Gerät nicht weiter verwendet bzw. durch ein neues ersetzt, sind Kartendaten sowie zur Authentifikation genutzte Elemente zu löschen und den Instruktionen der Bank zum Wechsel eines mobilen Gerätes zu folgen.

4. Deckungspflicht

Die Zahlkarte darf nur verwendet werden, wenn auf dem Konto die erforderliche Deckung (Guthaben oder Verfügungsrahmen) zur Begleichung sämtlicher mit der Zahlkarte autorisierten Transaktionen vorhanden ist. Der Kunde und der Karteninhaber nehmen zur Kenntnis, dass nicht alle durch Akzeptanzstellen ausgelösten Transaktionen in Echtzeit mit dem Guthaben oder Verfügungsrahmen abgeglichen werden und daraus eine Unterdeckung des Kontos resultieren kann. Werden Transaktionen autorisiert, die das Guthaben oder den Verfügungsrahmen übersteigen, muss der Kunde die verursachte Unterdeckung des Kontos umgehend ausgleichen. Er haftet vorbehaltlos für alle Verpflichtungen, die sich aus der Verwendung der Zahlkarte bzw. aus dem Vertragsverhältnis ergeben.

5. Belastungsrechte der Bank

Die Bank ist berechtigt, sämtliche autorisierten Beträge aus dem Einsatz der Zahlkarte dem Konto zu belasten. Das Belastungsrecht der Bank bleibt auch bei Streitigkeiten des Kunden mit Drittpersonen (insbesondere Karteninhaber oder Akzeptanzstellen) uneingeschränkt bestehen. Beträge in Fremdwährungen werden in die Währung des Kontos umgerechnet.

6. Datenbearbeitung / Beizug Dritter

6.1 Es gilt die Datenschutzbestimmung der Bank, abrufbar unter: https://www.hbl.ch/rechtliches.

6.2 Die Bank darf sämtliche für die Prüfung des Kartenantrags sowie für die Abwicklung des Vertrags erforderlichen Auskünfte bei Betreibungsämtern sowie der Zentralstelle für Kreditinformationen (nachstehend ZEK) einholen. Die Bank darf ferner der ZEK im Falle von gesperrten Karten, bei qualifiziertem Zahlungsrückstand oder bei missbräuchlicher Kartenverwendung Meldung erstatten. Der ZEK ist es ausdrücklich gestattet, diese Daten ihren Mitgliedern (Mitglieder sind Gesellschaften aus dem Konsumkredit-, Leasing- und Kreditkartengeschäft) zugänglich zu machen. In diesem Umfang entbindet der Kunde die Bank und die oben genannten Stellen vom Bankkunden- beziehungsweise Amtsgeheimnis.

6.3 Die Bank kann zur Erbringung ihrer vertraglichen Leistungen Dritte beiziehen, die in Bezug auf die Einhaltung des Datenschutzes jeweils sorgfältig geprüft werden. Es handelt sich insbesondere um Dienstleister für die Kartenproduktion und die Transaktionsabwicklung (z.B. Mastercard, NiD). Diese Dienstleister erhalten Personendaten des Kunden und des Karteninhabers und bearbeiten diese, sofern und soweit das für die Erbringung der jeweiligen Dienstleistung erforderlich ist. Bei den Daten handelt es sich um Transaktionsdaten wie bspw. Kartennummer, Datum und Betrag der Transaktion sowie Informationen zur Akzeptanstelle. Unter Vorbehalt der nachfolgenden Ziff. 7.4 sind sämtliche Dienstleister zur weisungsgebundenen Bearbeitung der Personendaten verpflichtet, d.h. sie dürfen die erhaltenen Personendaten des Kunden und des Karteninhabers ausschliesslich gemäss den Instruktionen der Bank bearbeiten.

6.4 Der Kunde und der Karteninhaber nehmen zur Kenntnis und sind damit einverstanden, dass Mastercard die erhaltenen Daten auch zu eigenen Zwecken und gemäss ihrer eigenen Datenschutzbestimmungen im In- und Ausland selbst oder durch weitere Dritte bearbeiten lassen kann (vgl. hierzu die Mastercard Rules: https://www.mastercard.us/content/dam/mccom/global/documents/mastercard-rules.pdf). Sofern Mastercard die Daten in ein Land übermittelt, das über kein angemessenes Datenschutzniveau verfügt, erfolgt diese Übermittlung gestützt auf die Binding Corporate Rules («BCR») von Mastercard, deren Bestimmungen vom Kunden und vom Karteninhaber als «Drittbegünstigten» durchgesetzt werden können (abrufbar unter: https://www.mastercard.us/content/dam/mccom/global/documents/mastercard-bcrs.pdf). Sofern und soweit erforderlich entbinden der Kunde und der Karteninhaber die Bank hierfür vom Bankkundengeheimnis.

6.5 Insbesondere kann die Bank Authentifikationsverfahren basierend auf vertraglichen Vereinbarungen uneingeschränkt an Dritte delegieren (z.B. Smartphone Hersteller).

7. Autorisation von Transaktionen

Der Karteninhaber autorisiert eine Akzeptanzstelle (Händler) Transaktionen auszulösen sowie die Bank, autorisierte Beträge dem Konto zu belasten beziehungsweise den Verfügungsrahmen des Kontos entsprechend zu reduzieren und die Beträge unwiderruflich an die Akzeptanzstelle zu vergüten, indem er die Kartendaten der Akzeptanzstelle folgendermassen bekannt gibt:

a) einmalige manuelle Bekanntgabe der Kartendaten (z.B. bei Verwendung der Kartendaten im Internet, mündliche Bekanntgabe via Telefon o.ä.);
b) manuelle Bekanntgabe und anschliessende dauerhafte Speicherung der Kartendaten bei einer Akzeptanzstelle zwecks Autorisation mehrerer Transaktionen;
c) elektronische Übermittlung der Kartendaten aus der Magnetspur der Karte;
d) elektronische Übermittlung der Kartendaten aus dem Chip der Karte;
e) kontaktlose elektronische Übermittlung der Kartendaten aus dem Chip der Karte mittels Near Field Communication (NFC);
f) kontaktlose elektronische Übermittlung der Kartendaten aus dem Chip eines zahlungsfähigen Geräts (z.B. Mobiltelefon, Wearable);
g) kontaktlose elektronische Übermittlung der Kartendaten aus dem internen oder externen Speicher eines zahlungsfähigen Geräts (z.B. Mobiltelefon, Wearable);
h) elektronische Übermittlung der Kartendaten aus einem zentralen elektronischen Speicher bei Verwendung der Kartendaten im Internet.

Die vom Karteninhaber anerkannten Forderungen sind für den Kunden verbindlich, und zwar unabhängig vom internen Rechtsverhältnis zwischen dem Karteninhaber und dem Kunden sowie allfällig anderslautender Handelsregistereinträge und Veröffentlichungen.

8. Authentifikation von Transaktionen

8.1 Je nach Autorisationsart kann eine Transaktion eine zusätzliche Authentifikation des Karteninhabers voraussetzen. Das Authentifikationsverfahren kann für jede Transaktion durch die Bank, den Karteninhaber, die Akzeptanzstelle oder Dritte bestimmt werden. Stehen dem Karteninhaber mehrere Authentifikationsverfahren für eine Transaktion zur Verfügung, ist der Karteninhaber verpflichtet, ein «starkes» Authentifikationsverfahren zu wählen. Die Zahlkarte unterstützt die nachfolgenden Authentifikationsverfahren.

8.2 Starke Authentifikationsverfahren:

a) Eingabe der persönlichen Identifikationsnummer (PIN) an einem dafür vorgesehenen physischen Gerät (z.B. Bancomat, Terminal);
b) Eingabe eines durch die Bank generierten und per SMS zugestellten Einmalkennworts in einer durch die Bank zur Verfügung gestellten Eingabemaske;
c) Bestätigen der Transaktion innerhalb einer durch die Bank vorgesehenen Applikation auf einem mobilen Gerät (z.B. Smartphone) des Karteninhabers;
d) Nutzung von durch die Bank vorgesehenen biometrischen Verfahren (z.B. Fingerabdruck, Gesichtserkennung) auf einem mobilen Gerät des Karteninhabers.

8.3 Weitere Authentifikationsverfahren:

a) Unterschreiben eines durch eine Akzeptanzstelle ausgestellten Transaktionsbelegs;
b) Eingabe von durch den Karteninhaber mit Akzeptanzstellen vereinbarten Benutzernamen und/oder Passwörtern bei gespeicherten Kartendaten (z.B. in-App Käufe, bei Akzeptanzstellen hinterlegte Kartendaten);
c) Vorlegen von Identifikationsdokumenten (z.B. Pass, Identitätskarte) bei einer Akzeptanzstelle.

8.4 Authentifikationsanfragen müssen durch den Karteninhaber vor Erteilung einer Authentifikation sorgfältig geprüft werden. Authentifikationen dürfen nur erteilt werden, wenn die Anfrage in direkter Verbindung mit einer vom Karteninhaber autorisierten Transaktion steht und die Anfrage die korrekten Daten enthält (z.B. Transaktionsbetrag, Name der Akzeptanzstelle etc.). Eine erfolgreiche Authentifikation kann durch den Karteninhaber nicht widerrufen werden.

9. Hinterlegung und Aktualisierung von Kartendaten

9.1 Hinterlegt der Karteninhaber Kartendaten zwecks dauerhafter Speicherung für zukünftige Transaktionen bei Akzeptanzstellen oder weiteren Dritten, gelten alle in der Folge ausgelösten Transaktionen als autorisiert (vgl. Ziff. 8b). Will der Karteninhaber eine solche Autorisation widerrufen, so hat er dies direkt bei der Akzeptanzstelle durch Kündigung von allfälligen Verträgen (z.B. Abonnemente), Löschung der hinterlegten Kartendaten oder Anpassung der Zahlungsmodalitäten vorzunehmen.

9.2 Die Bank ist berechtigt Kartendaten des Karteninhabers ohne vorgängige Rücksprache mit dem Kunden und/oder dem Karteninhaber zu aktualisieren bzw. dem Kunden und/oder dem Karteninhaber neue Kartendaten mitzuteilen (z.B. bei neuem Gültigkeitsdatum). Der Kunde und/oder der Karteninhaber sind für eine entsprechende Aktualisierung allfälliger hinterlegter Kartendaten selbst verantwortlich.

10. Meldung von Missbräuchen und Unregelmässigkeiten

10.1 Werden Missbräuche oder andere Unregelmässigkeiten in Zusammenhang mit Transaktionen, Belastungen oder Authentifikationsanfragen durch den Kunden und/oder den Karteninhaber festgestellt oder vermutet, ist die Bank umgehend telefonisch zu informieren.

10.2 Der Kunde und der Karteninhaber sind gehalten, im Fall eines Missbrauchs oder anderen Unregelmässigkeiten alles zur Klärung und zur Minderung eines allfälligen Schadens zu unternehmen. Dabei haben sie den Anweisungen der Bank zu folgen. Auf Verlangen der Bank reichen der Kunde und/oder der Karteninhaber ein von der Bank zur Verfügung gestelltes Schadenformular vollständig und fristgerecht bei der Bank ein, erstatten Strafanzeige bei der zuständigen Polizeibehörde, verlangen eine Kopie der Anzeige und stellen diese der Bank zu.

10.3 Der Kunde haftet gegenüber der Bank für sämtliche Kosten und Auslagen, welche dieser durch Beanstandungen wider besseres Wissen oder in betrügerischer Absicht entstehen.

11. Beanstandung von Transaktionen

11.1 Der Kunde und/oder der Karteninhaber sind für die unter Verwendung der Kartendaten abgeschlossenen Geschäfte verantwortlich; insbesondere sind allfällige Beanstandungen zu bezogenen Waren oder Dienstleistungen sowie weitere Meinungsverschiedenheiten und Ansprüche aus diesen Rechtsgeschäften direkt mit der betreffenden Akzeptanzstelle zu regeln.

11.2 Das Belastungsrecht der Bank bleibt unbeschränkt bestehen (vgl. Ziff. 5).

11.3 Können Unstimmigkeiten bei autorisierten Transaktionen nicht oder ungenügend geklärt werden, sind die betroffenen Transaktionen spätestens 30 Tage nach Belastung auf dem Konto schriftlich oder auf einem durch die Bank vorgesehenen Kanal bei der Bank zu beanstanden. Die Bank kann in eigenem Ermessen und ohne Erfolgsgarantie ein Rückforderungsbegehren basierend auf den Regelwerken des Zahlungssystems einleiten. Der Kunde und der Karteninhaber haben die Bank beim Rückforderungsbegehren durch fristgerechtes zur Verfügung stellen von Zusatzinformationen zu den beanstandeten Transaktionen zu unterstützen. Eine allfällige Korrekturbuchung/Gutschrift auf dem Konto des Kunden ist erst nach Abschluss des Rückforderungsbegehrens definitiv.

11.4 Die Bank ist berechtigt, bei wiederholten, komplexen oder aussichtslosen Beanstandungen eine Aufwandentschädigung für die Bearbeitung zu belasten.

12. Schadenübernahme bei Nichtverschulden

12.1 Unter der Voraussetzung, dass der Kunde und der Karteninhaber die vorliegenden Bedingungen für die Benützung der Trafi Zahlkarte in allen Teilen eingehalten haben (insbesondere die Sorgfaltspflichten gemäss Ziff. 3) und sie auch sonst in keiner Weise ein Verschulden trifft, übernimmt die Bank Schäden, die dem Kunden und/oder dem Karteninhaber aus missbräuchlicher Verwendung der Zahlkarte und/oder der Kartendaten durch Dritte entstehen. Miterfasst sind auch Schäden in Folge Diebstahl, Fälschung oder Verfälschung der Zahlkarte, Missbrauch der Kartendaten im Internet o.ä.

12.2 Nicht als «Dritte» im vorgenannten Sinn gelten dem Kunden bzw. dem Karteninhaber nahestehende Personen (z.B. Mitarbeiter des Kunden, Familienmitglieder des Karteninhabers) sowie mit dem Karteinhaber im gleichen Haushalt lebende Personen.

12.3 Belastungen, die durch ein starkes Authentifikationsverfahren authentifiziert wurden (vgl. Ziff. 9.2) gelten in jedem Fall als durch den Karteninhaber autorisiert.

12.4 Schäden, für die eine Versicherung aufzukommen hat, sowie allfällige Folgeschäden irgendwelcher Art werden nicht übernommen.

13. Haftungsausschluss

Die Bank übernimmt keine Verantwortung für den Fall, dass eine Akzeptanzstelle die Zahlkarte nicht akzeptiert oder technische Störungen oder Betriebsausfälle Transaktionen verunmöglichen. Die Bank ist jederzeit berechtigt (z.B. bei Verdacht auf Missbrauch) Transaktionen ohne vorgängige Rücksprache mit dem Karteninhaber zurückzuweisen und nicht zu verarbeiten. Der Kunde und der Karteninhaber haben keine Ansprüche auf Schadenersatz.

14. Limiten und Restriktionen

14.1 Die Bank  des Kunden kann in eigenem Ermessen Limiten oder Restriktionen für Transaktionen und/oder Belastungen festlegen. Diese können sich auf kumulierte Beträge, Anzahl Transaktionen sowie spezifische Transaktionen beziehen (z.B. Bargeldbezüge, Länder, Händlerkategorien etc.). Die Bank oder der Kunde kann Limiten und Restriktionen jederzeit verändern, aufheben oder neue Limiten und Restriktionen einführen. Limiten und Restriktionen können dem Kunden und/oder dem Karteninhaber mitgeteilt werden, wobei die Bank dazu grundsätzlich nicht verpflichtet ist. Der Kunde ist für die Mitteilung gegenüber dem Karteninhaber verantwortlich.

14.2 Die Bank kann dem Kunden ermöglichen, eigene Limiten oder Restriktionen festzulegen. Die Bank trägt allerdings keine Verantwortung für die korrekte Anwendung derselben. Durch den Karteninhaber autorisierte Belastungen gehen auch im Falle von Limitenüberschreitungen oder Verletzungen von Restriktionen zu Lasten des Kunden.

15. Sperrung der Zahlkarte

15.1 Die Bank ist jederzeit berechtigt, ohne vorgängige Mitteilung an den Kunden bzw. den Karteninhaber und ohne Angabe von Gründen die Zahlkarte zu sperren.

15.2 Die Bank sperrt die Zahlkarte, Kartendaten oder Elemente davon, wenn es der Kunde bzw. der Karteninhaber ausdrücklich verlangt, (z.B. bei Verlust der Zahlkarte) sowie bei einer Kündigung des Kartenvertrags durch den Kunden bzw. den Karteninhaber.

15.3 Karteninhaber ohne Kontovollmacht können nur die auf ihren Namen lautenden Zahlkarten sowie entsprechende Kartendaten sperren.

15.4 Die Sperrung kann telefonisch unter der Nummer +41 (0) 800 813 713 verlangt werden. Der Kunde oder der Karteninhaber kann darüber hinaus die Zahlkarte über seine digitalen Verbindungen in der Trafi for Business App sperren lassen, Darüber hinaus kann der Kunde die Zahlkarte im E-Banking sperren lassen, wenn er die Kartenverwaltung im E-Banking aktiviert hat.

15.5 Die Sperrung wird mit schriftlichem Einverständnis des Kunden bei der Bank wieder aufgehoben. Der Kunde oder der Kontoinhaber kann die Sperrung ebenfalls über seine digitalen Verbindungen zur Bank aufheben, wenn die Kartenverwaltung entsprechend aktiviert ist. 

16. Zahlkarte für weitere Dienstleistungen der Bank 

Wird die Zahlkarte für weitere Dienstleistungen der Bank eingesetzt, so gelten für diese die hierfür mit der Bank vereinbarten separaten Bestimmungen.

17. Gebühren

Für die Ausgabe der Zahlkarte und deren Autorisierung sowie für die Verarbeitung der getätigten Transaktionen kann die Bank vom Kunden Gebühren erheben, welche in angemessener Form bekanntgegeben werden. Diese Gebühren werden dem Konto des Kunden belastet, auf welches die Zahlkarte ausgestellt ist.

18. Gültigkeit und Kartendatenerneuerung

18.1 Die Zahlkarte ist bis zum Ende des auf ihr angegebenen Datums (Verfallsdatum) gültig. Bei ordentlicher Geschäftsabwicklung und ohne ausdrücklichen Verzicht des Kunden bzw. des Karteninhabers wird die Zahlkarte vor Ende der Gültigkeit automatisch durch eine neue Zahlkarte ersetzt.

18.2 Die Bank ist ermächtigt, die Kartendaten unabhängig der Gültigkeit jederzeit anzupassen oder zu verändern. Die Bank teilt dem Kunden Änderungen in geeigneter Weise mit. Der Kunde ist für die Mitteilung an den Karteninhaber verantwortlich.

18.3 Erhält der Karteninhaber seine neue Karte nicht mindestens fünf Tage vor Verfall der bisherigen Karte, so hat er dies der Bank unverzüglich zu melden.

19. Kündigung und Folgen

19.1 Eine Kündigung der Zahlkarte durch den Kunden bzw. den Karteninhaber oder die Bank kann jederzeit erfolgen. Gleichbedeutend mit derKündigung ist der Widerruf einer Vollmacht bzw. Berechtigung zur Nutzung der Zahlkarte durch den Kunden sowie das Ende des Arbeitsverhältnisses zwischen dem Kunden und dem Karteninhaber. Der Kunde teilt der Bank schriftlich mit, per wann die Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgt.

19.2 Nach erfolgter Kündigung der Zahlkarte hat der Kunde bzw. der Karteninhaber die Zahlkarte unverzüglich und unaufgefordert an die Bank zurückzugeben und alle Kartendaten sowohl in eigenen als auch in Dritt-Geräten zu löschen. 

19.3 Bei Kündigung der Zahlkarte besteht seitens Kunde kein Anspruch auf (Teil-)Rückerstattung bereits erhobener Gebühren.

19.4 Die Bank bleibt trotz Kündigung der Zahlkarte berechtigt, dem entsprechenden Konto sämtliche Beträge zu belasten, welche auf die Autorisation von Transaktionen vor der effektiven Rückgabe der Zahlkarte bzw. vor Löschung der Kartendaten bei Dritten zurückzuführen sind.

20. Teilnichtigkeit

Sollten Teile der vorliegenden Bedingungen für die Benützung der Trafi Zahlkarten nichtig sein oder rechtsunwirksam werden, so gilt der Rest der Bestimmungen weiter. Die Parteien werden die Bestimmungen sodann so auslegen und gestalten, dass der mit den nichtigen oder rechtsunwirksamen Teilen angestrebte Regelungszweck soweit als möglich erreicht wird.

21. Allgemeine Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung

Die «Allgemeinen Geschäftsbedingungen» und die Datenschutzerklärung der Bank gelten in der jeweils gültigen Fassung auch für die Benützung der Trafi Zahlkarte. Bei Widersprüchen gehen diese Bedingungen für die Benützung der Trafi Zahlkarte vor.

22. Änderungen der Bedingungen

Die Bank behält sich die jederzeitige Änderung dieser Bedingungen vor. Änderungen werden dem Kunden in angemessener Form mitgeteilt. Der Kunde ist für die Mitteilung gegenüber dem Karteninhaber verantwortlich. Die Änderungen gelten sowohl vom Kunden als auch vom Karteninhaber als genehmigt, falls die Zahlkarte nicht vor Inkrafttreten der Änderungen gekündigt wird.

HBL/03.2022